Willkommen
  Aktuelles
  Newsletter
  Projektdatenbank
  Projektförderung
  Innovationspreis Sparkasse Erlangen
  >Alles was ich bin<
  >Comic macht Schule<
  Forum kult. Bildung
  Projektberichte
  Institutionen
  Links zum Thema
  Impressum/Kontakt
Comic macht Schule

Ein kulturpädagogisches Kooperationsprojekt mit Erlanger Bildungseinrichtungen, Kindertageseinrichtungen, renommierten Comic-Künstlern und Kultureinrichtungen im Rahmen des 17. Internationalen Comic-Salons 2016

In Erlangen sind ca. 180 Kinder und Jugendliche aus Erlanger Schulen und Horten von den Osteferien an bis zu den Pfingstferien im Vorfeld des 17. Internationalen Comic-Salons in mehrtägigen Workshops erstmal mit renommierten Comic-Künstlern in Kontakt gekommen und an die Kunstform des "Geschichten zeichnen" herangeführt worden.
Im Zentrum der Workshops haben sich die Teilnehmer unter Anleitung ihrer Comic-Künstler mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Wie kann man mit Bildern erzählen? Mit welchen Erzähl- und Zeichenformen kann ich mich ausdrücken? Welches Medium kann ich dafür nutzen? Die gemeinsame thematische Klammer aller Workshops ist die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und das, was ihren "Alltag" in Familie, Schule und Freizeit ausmacht. Ziel war es, möglichst niederschwellig und ohne Erfolgsdruck mit dieser Kunstform den Teilnehmern eine für sie und für mache sogar ganz neue kreative Ausdrucksmöglichkeit zu eröffnen. Die Workshops in den Schulen fanden während der regulären Unterrichtszeiten statt und wurden von pädagogischem Fachpersonal begleitet. Im Anschluss an die Workshops werden die Arbeiten aller Teilnehmer im Rahmen des Programms des Internationalen Comic-Salons gezeigt. Als krönenden Abschluss des Projekts werden die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Comic-Salon „ihre“ Workshop-Comic-Künstler wieder treffen und vier Tage lang mit eigenem „Künstlerausweis“ alle weiteren Ausstellungen und Programmangebote kostenfrei besuchen können. Hierbei steht die Freiheit des eigenen Erkundens des Comic-Salons im Mittelpunkt.

Dieses alle zwei Jahre in Erlangen stattfindende viertägige Großereignis (26.-29.5.2016) ist das wichtigste Festival für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum, erwartet ca. 25.000 Besucher und hat einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass der Comic inzwischen auch in Deutschland als Kunstform anerkannt ist. Veranstalter des 17. Internationalen Comic-Salons ist das Kulturamt der Stadt Erlangen, dessen Leitziel seit vielen Jahren die Förderung der kulturellen Bildung in Form von gezielten Projektangeboten zwischen Schulen, Kindertagesstätten sowie anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen im Rahmen der Veranstaltungen ist.

Ziel des Projektes „Comic macht Schule“ ist es, Kindern und Jugendlichen einen niederschwelligen und auch zunächst eher spielerischen und unkomplizierten Zugang zu der „Neunten Kunst“ Comic zu verschaffen. Gleichzeitig sollen sie dabei jedoch professionell von renommierten Comic-Künstlern angeleitet werden. Gerade das Zusammentreffen von Künstlern und Schülern fördert, wie mehrfach beobachtet, eine sehr motivierte Herangehensweise der Kinder und Jugendlichen an diese Kunstform. Die Künstler, die für die Workshops angefragt wurden, haben bereits Erfahrungen in der künstlerischen Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen und werden insbesondere auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Neigungen der Kinder eingehen. Nichts soll erzwungen werden, auch das Motto „Ich kann aber nicht malen und zeichnen“ soll keine Geltung bekommen, sondern es wird davon ausgegangen, dass in jedem Kind kreatives Potenzial steckt. Es soll nicht primär um künstlerische Qualität gehen, sondern vielmehr um den kreativen Umgang mit dem Zeichnen von Geschichten in Bildern als Ausdrucksform. Deshalb spielt es eine wesentliche Rolle, dass die Alltags- und Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hierbei im Zentrum stehen soll. Das heißt, Schule, Unterricht, Familie, Freizeit, Stadtteil usw. sollen Thema der erfundenen und gezeichneten Geschichten sein. . Hier soll an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein intensiver Kontakt zwischen den Kindern und Jugendlichen und den Künstlern entstehen und kreative Prozesse in Gang gesetzt werden, die in ein künstlerisches Ergebnis z.B. in Form eines eigenen ersten Comic-Strips münden.


COMIC MACHT SCHULE 2016
Comic-Künstler an Erlanger Schulen


Zwei- bis dreitägige Workshops mit bekannten Comic-Künstlern fanden in den letzten 3 Wochen im Vorfeld des 17. Internationalen Comic-Salons an Erlanger Schulen statt. Schülerinnen und Schüler der Realschule am Europakanal arbeiteten mit den Berliner Künstlerinnen Elke R. Steiner und Salomea. In den 6. Klassen der Hermann-Hedenus-Mittelschule zeichneten der Leipziger Künstler Schwarwel und Elke R. Steiner. Die gesamte 7. Jahrgangstufe der Eichendorff-Mittelschule durfte mit den Comic-Künstlern Schwarwel, Christopher Tauber und Paul Paetzel in die Kunst des "Geschichten zeichnens" eintauchen.

Schon in den Osterferien fand der erste Workshop im städtischen Hort Liegnitzer Straße HoLiSt) statt, in dem Elke R. Steiner vom 29. März bis 1. April vier Tage lang mit den Kindern arbeitete. Das Ergebnis ist ein weiteres Comic-Buch "Hort Spots III" mit Geschichten "Vom Alltag in die Phantasiewelt und zurück". Mittlerweile kann der Hort drei Publikationen mit Comic-Strips, gezeichnet von den teilnehmenden Kindern (im Alter von 8-10 Jahren) voweisen: Hort Spots I, 2012, Hort Spots II, 2014 und Hort Spots III erscheint im Mai 2016.

Insgesamt durften wieder 180 Kinder und Jugendliche die Kunst der "Graphic Novels" kennenlernen und wieder einmal wurde so manches junge Talent endeckt.

ERLANGER NACHRICHTEN vom Donnerstag, 12. Mai 2016
Bunte Identitätsfindung - Im Vorfeld des Comic-Salons finden Workshops für Kinder statt



Bezuschusst wurde das Projekt von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. aus Mitteln des Kulturfonds Bayern.